MINIMAL-INVASIVES LIFTING
(Gesichtsverjüngung)

Minimal-invasives lifting (Gesichtsverjüngung)

Minimal-invasives lifting (Gesichtsverjüngung)

Minimal-invasives lifting (Gesichtsverjüngung)

Minimal-invasives lifting (Gesichtsverjüngung)

Für die Gesichts- und Halsverjüngung benutzen wir unsere eigene Technik mit minimaler Narbenbildung, die hervorragende ästhetische Ergebnisse erzielt und eine schnelle Genesung der Patienten erlaubt, ohne die Folgen aggressiver Liftings.

Gesichtsverjüngung: Volumen vs. Gravitation
Die klassischen Techniken des Gesichtsliftings folgen der Theorie, dass das Gewebe, aufgrund von Schlaffheit und Schwerkraft, hängt (Gravitationskonzept). Dabei werden umfangreiche Dissektionen durchgeführt, die große Narben hinterlassen und den Haaransatz verzerren, wodurch unnatürliche und starre Gesichtszüge entstehen. Wenn es sich um altes Gesichtsgewebe handelt, wirkt die Dissektion und die exzessive Zugkraft noch schädigender.

Wir jedoch gehen davon aus, dass wir das alte Gewebe verjüngen und benutzen dafür die Stammzellen aus dem eigenen Fettgewebe des Patienten. Jedoch wollen wir keine großen Narben hinterlassen die den Haaransatz oder die Koteletten verzerren. Des Weiteren verursacht die Gesichtsalterung Schlaffheit und Gewebeatrophie. Dadurch hebt sich das untere Augenlid, was Augenringe und herabhängende Wangen verstärkt, die Höhe der oberen Lippe verschiebt sich nach kranial, wodurch sich sehr ausgeprägte Nasolabialfalten ergeben. All das beansprucht einen volumetrischen Ersatz (Volumenkonzept).
Die erhaltende Hautablösung, die bei unserer Technik angewendet wird, verursacht keine Gewebeatrophie und ermöglicht uns ein Lipofilling mit Zellen aus dem Fettgewebe des Patienten. Dieses Fettgewebe, reich an Stammzellen, wird mit verschiedenen Prozessierungsmethoden, je nach Injektionszone, bearbeitet. Macrofat, Microfat, Snif, Emulsion und Nanofat.

Die umfassende Verjüngung soll das Problem der Schwerkraft und des Volumens für die Umstellung und Verjüngung des Gesichtsgewebes lösen, aber erhaltend sein, um die Stigmata der veralteten Liftings zu vermeiden.

Operationsverlauf
Zunächst wird eine kontinuierliche Inzision hinter dem Ohr durchgeführt, ohne an den Haaransatz zu gelangen. Somit ist die dabei entstehende Narbe minimal und bleibt in den natürlichen Falten des Ohres verborgen.
Die Hautdissektion am Wangenbereich ist ebenfalls begrenzt und soll oberhalb der Ohrspeicheldrüse liegen, jedoch ohne dabei bis an den Wangenknochen zu gelangen.
Am Hals wird eine mäßige Dissektion mit Liposuktion durchgeführt. Dafür benötigt man sehr dünne, flache Kanülen (2 mm) und erstellt eine Verbindung mit dem subkutanen Dissektionsbereich der Wange, um somit ein schönes Kinnprofil zu erhalten.

Anschließend arbeiten wir mit unserer SMAS-Klappentechnik (superfizielles muskuloaponeurotisches System) an der Muskelebene. Im Unterschied zu den herkömmlichen Lifting-Techniken, sezieren wir nicht das ganze SMAS, denn trotz der guten Ergebnisse löst sich dieses Gewebe von der Haut und zugleich auch von tiefer liegendem Gewebe ab und wird devaskularisiert. Infolgedessen kommt es zu einer Atrophie dieses Gewebes. Deshalb kommen Patienten, die sich solch einem Lifting mit einer kompletten SMAS Dissektion unterzogen haben, nach ein oder zwei Jahren wieder. Aufgrund der subkutanen Atrophie entwickelt sich ein leeres und skelettiertes Gesicht und eine, durch die subkutane Vernarbung verursachte, steife Haut. Führt man eine Straffung des SMAS durch, ohne dieses ganz abzulösen und erstellt man damit einen Hautlappen, der hinter dem Ohr vernäht wird, zeichnet sich der Kieferwinkel sehr gut ab.

Zeichnen sich sehr markante Streifen des Platysmamuskels auf der Vorderseite des Halses ab, führt man eine Inzision am Sulcus submentalis durch und erhält somit Zugriff auf den Muskel,  welchen man dann in der Mittellinie vernäht. Somit bildet sich eine Muskelkette, die alle Gewebe zusammenhält und einen 90º-Winkel am Hals formt.

Anschließend wird die Haut nach kranial gezogen und, ohne dabei den Haaransatz zu verändern, der Hautüberschuss entfernt und spannungslos vernäht, da das SMAS bereits die ganze Spannung trägt. Da das SMAS nicht seziert wurde, kommt es nicht zur Atrophie. Da wir auch nicht die Haut über dem Wangenknochen abgelöst haben wird das Wangenfett durch die Hautspannung hochgezogen und korrekt positioniert.

Zusammenfassend: Mit einem Lifting mit minimaler Narbenbildung, eine Liposuktion und Dissektion des Halses mit flacher Mini-Kanüle, der Muskelkette des Platysmamuskels, mit dem  SMAS-Hautlappen ohne diesen zu lösen um eine Atrophie zu vermeiden und dem Wangen-Lipofilling, erzielen wir eine sehr zufriedenstellende Gesichtsverjüngung ohne aggressive chirurgische Eingriffe.

Patientengruppen
nach verschiedenen Parametern können wir unterscheiden zwischen:

Gruppe  1
Zu dieser Gruppe gehören junge Frauen zwischen 35 und 50 Jahren, mit leicht bis mäßigen altersbedingten Gesichtsveränderungen, mit schlaffer Hals- und Gesichtshaut, aber ohne erkennbaren breiten Streifen des Platysmamuskels.

- Haut: In dieser Gruppe würde man die Inzision auf präaurikulärer Ebene durchführen, d.h. vom Kotelettenrand aus, vorbei am inneren Rand des Tragus, weiter am unteren und hinteren Rand des Ohres ohne dabei an den Haaransatz zu gelangen. Mit dieser Inzision ist die dadurch entstehende Narbe minimal und bleibt in den natürlichen Falten verborgen, ohne dabei den Haaransatz oder die Koteletten zu entstellen. Eine Unterhautsdissektion wird bis zum Kieferrand und bis zur Wange durchgeführt, ohne dabei bis zu den Wangenknochen vorzudringen. Dadurch erhalten wir eine korrekte Exposition des SMAS, die uns dessen Behandlung erlaubt.

- Fett: Bei diesen Patientinnen führen wir eine mäßige Liposuktion des Halsbereiches durch. Dazu wird eine sehr dünne, flache 2mm Kanüle benutzt, welche uns eine präzisere Kontrolle der zu behandelnden Bereiche ermöglicht. Durch diese superfizielle und sanfte Liposuktion, oberhalb der Muskeln und unterhalb der Haut, wird eine signifikante Fettreduktion am Doppelkinn erzielt, welche den Kiefer- und Halswinkel betont. Mit dieser minimal-invasiven Technik erzielen wir sehr gute ästhetische Ergebnisse im Halsbereich.

- Muskel:  Üblicherweise behandelte man die Gesichtsmuskeln früher mit einer vollständigen Dissektion des SMAS und dessen Zerlegung in verschiedene Hautlappen, welche man als Zugkraft benutzt. Mit dieser herkömmlichen Technik gab es viele Hämatome und Ödeme in der postoperativen Nachsorge. Zudem trennte man das SMAS von den anatomischen Strukturen, die unterhalb und oberhalb von ihm liegen, so dass es devaskularisierte und es zur Atrophie kam. Nach einem Zeitraum von ein oder zwei Jahren war das Ergebnis ein alt aussehendes und atrophisches Gesicht. Bei dieser Technik ist eine sehr große Hautinzision notwendig. Wird diese im Haar durchgeführt, werden Koteletten und Nacken verzerrt. Wird die Inizision direkt am Haaransatz durchgeführt, kommt es in den meisten Fällen zu einem dauerhaften und sichtbaren unästhetischem Ergebnis.
Entlang der Insertionslinien der Ohrmuschel wird eine minimale Hautinzision durchgeführt. Aus dem SMAS-Anteil, der die Ohrspeicheldrüse bedeckt, wird ein Lappen in Form eines umgedrehten "U" erstellt. Dieser liegt parallel zu der Nasolabialfalte und 2cm vom vorderen Ohrmuschelrand entfernt. Die Unterseite des Lappens reicht bis zum Platysmamuskel. Der SMAS-Lappen mit Grundfläche wird angehoben, 90º nach dorsal gedreht, angezogen und am Mastoidesbereich angenäht. Die Entnahmestelle des Lappens wird auch vernäht und zieht somit vom Wangenmuskel - eine Kieferkontur zeichnet sich ab. Der am Mastoidesbereich angenähte SMAS-Lappen zeichnet den Kiefer- und Halswinkel ab, ohne dabei den Platysmamuskel oder das SMAS zu verletzen oder zu denervieren. Mit unserer Technik gelingt es uns, das typische atrophische Gesicht der klassischen Techniken zu vermeiden, da das SMAS nicht devitalisiert wird. Zugleich erhalten wir eine präzise Definition des Halswinkels mit einem hervorragenden ästhetischen Ergebnis. Da die Wange nicht seziert wurde, können wir unsere Lipofilling Techniken für eine umfassende Gesichtsverjüngung einsetzen.

Gruppe  2
Zu dieser Gruppe gehören Frauen älter als 50 Jahre, die eine fortgeschrittenere Hauterschlaffung im Gesicht und vor allem am Hals mit vorderen Streifen des Platysmamuskel und Doppelkinn aufweisen. In diesen Fällen führen wir Variationen der zuvor beschriebenen Techniken durch, abgestimmt auf jeden Einzelfall.

- Haut: Der Schnitt wird wie bei der Gruppe 1 gesetzt.

- Fett: Wie in Gruppe 1 wird eine Liposuktion des Halsbereiches durchgeführt.

Das SMAS behandeln wir genau wie in Gruppe 1, mit dem Unterschied, dass die Breite des Hautlappens, je nach Bedürfnis des einzelnen Patienten variiert. In dieser Patientengruppe sind vertikale vordere Streifen am Hals sehr üblich. Verantwortlich dafür sind die Falten des Platysmamuskels. In diesen Fällen wird, durch eine kleine Inzision im submentalem Bereich, die Haut sowie das subkutane Zellgewebe des Platysmamuskels seziert. Ist der Muskel dargestellt, werden beide Streifen seziert und an der Mittellinie des Halses vernäht, womit die vertikalen Streifen beseitigt werden. Durch die der lateralen Naht des SMAS-Lappens entstandene Spannung erhält man einen jugendlichen Hals mit einem Winkel von 90º. In allen Gesichtsbereichen, in denen es notwendig ist, wird die Lipofilling Technik angewendet.