BRUSTVERGRÖSSERUNG

Brustvergrößerung

Brustvergrößerung Brustvergrößerung

Brustvergrößerung

Axilläre Brustvergrößerung mittels Endoskopie

Eine Brustvergrößerung wird nicht nur durchgeführt, um ein bestimmtes Schönheitsideal zu erreichen. Nach jahrelanger Erfahrung in unserer Praxis mit jungen Patientinnen, die unter Mammahypoplasie leiden, sind wir vom Gegenteil überzeugt. Bei medizinischer Indikation ist die Implantateinbringung einer der dankbarsten Eingriffe der Plastischen Chirurgie, ohne dabei das Mamma-Parenchym zu schädigen und die Sensibilität oder die Möglichkeit zu Stillen zu beeinträchtigen.

Unsere Technik der Brustvergrößerung wurde in der angesehensten Zeitschrift unseres Fachgebietes, Plastic and Reconstructive Surgery, vorgestellt. Bei diesem Eingriff wird der Schnitt in der Achselhöhle gesetzt und das Implantat mittels Endoskopie eingebracht.

Das Implantat kann subfaszial oder submuskulär eingepflanzt werden. Dies ist abhängig vom sogenannten „pinching Test": ist der subkutane Fett-Panniculus kleiner als 1cm, muss das Implantat submuskulär eingebracht werden.

Um einen optischen Hohlraum für die Durchführung der Endoskopie zu erschaffen, in dem wir sehen und arbeiten können, kann man nicht wie bei einer abdominellen Laparoskopie Gas unter die Brust injizieren, da es sich sonst im ganzen subkutanen Raum verbreiten würde. Deswegen haben wir einen endoskopischen Retractor entworfen. Dieser wird von der Firma Snowden Pencer (USA) unter den Namen “Serra Renom Endoscopic Retractor System” hergestellt.  In den Vereinigten Staaten haben wir dafür fünf Patente.

Mit dieser Technik können wir das Brustimplantat subfaszial oder submuskulär mit einem horizontalen Schnitt in der oberen Falte der Achselhöhle einlegen. Auf diese Weise bleibt die Narbe in der Achselhöhle versteckt. Der mithilfe der Endoskopie geschaffene Raum wird der Größe des Implantates genau angepasst, damit dieses sich nicht drehen oder verschieben kann.

Da die Narbe nicht periareolar liegt, wird weder das Mamma-Drüsengewebe geschädigt, noch die Sensibilität und die Möglichkeit zu Stillen beeinträchtigt. Außerdem kommt das Implantat nicht in Kontakt mit den Brustkeimen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Biofilm entsteht, gering und der Index einer Kapselfibrose minimal.

Durch die Lage der Narbe in der obersten horizontalen Falte der Achselhöhle hinter dem pectoralis major und vor dem Latissimus dorsi, ist sie nicht sichtbar.

Bei der ersten Technik der Brustvergrößerung wurde ein Einschnitt in die submammale Falte angewandt. Obwohl es in den USA täglich Schadenersatzklagen gibt, ist diese  veraltete Technik dennoch stark verbreitet. Bringt der Chirurg das Implantat periareolar ein und die Patientin beschwert sich dann über Sensibilitätsverlust der Areola, kann das Gegenteil nicht bewiesen werden. Außerdem soll das Mamma-Parenchym bei der Implantateinbringung nicht beschädigt werden. Wird die axilläre Technik ohne Endoskopie durchgeführt, bringt das viele Komplikationen mit sich, da man weder den Einschnitt, noch den geschaffenen Raum (wobei sich das Implantat verschieben kann), noch die Blutung kontrollieren kann. Die submammale Narbe bei Patientinnen mit kleiner Brust, bei denjenigen Frauen, die sich für eine Brustvergrößerung entscheiden, ist gut sichtbar und oft  nicht ästhethisch. Darum führen wir unsere Technik der axillären Brustvergrößerung mit Hilfe der Endoskopie durch. Der mit Endoskopie kontrollierte Eingriff ermöglicht uns das Mamma-Parenchym nicht zu schädigen und die Narbe in der Falte der Achselhöhle zu verstecken.