ABDOMINOPLASTIK

Abdominoplastik

Abdominoplastik

Abdominoplastik

Patienten, die sich einer Bauchdeckenrekonstruktion unterziehen sind über die Ergebnisse sehr dankbar. Häufig verursachen eine Schwangerschaft oder häufige Diäten große Gewichtsschwankungen sowie eine Lockerung und Schlaffheit der Bauchdecke, wodurch eine Wölbung entsteht, die manchmal von einer Bauchschürze begleitet wird und den Patienten Unwohlsein bereitet und nicht mit Diäten beseitigt werden kann. Durch die Rektusdiastase bleibt die Lendenwirbelsäule aufgrund der Schwäche des Beckengürtels ungeschützt und verursacht Lumbago und Rückenschmerzen.

Wir haben eine fortschrittliche Technik entwickelt, die in der Zeitschrift Plastic and Reconstructive Surgery veröffentlicht wurde und darin besteht, Muskelplikaturen nach Bedarf durchzuführen. Bei Patientinnen die mit der klassischen Technik der Muskelplikatur nach Pitanguy operiert wurden, konnte man bei der Nachsorge beobachten, dass sie in einer aufrechten Position mit dem Ergebniss sehr zufrieden waren, es in einer sitzenden Position jedoch in vielen Fällen zu Bauchwölbungen kam. Dies motivierte uns, unsere Muskelplikaturen nach Bedarf durchzuführen. Erst korrigieren wir die Rektusdiastase mithilfe der klassischen Technik. Danach setzen wir die Patientin in eine 90º-Position. Beobachtet man eine Wölbung wird eine waagerechte Linie in deren Mitte gezogen. Dann wird die Patientin wieder in die horizontale Position gelegt und eine waagerechte Plikatur wird, senkrecht zur Naht der korregierten Rektusdiaste durchgeführt. Danach wird die Patientin wieder in eine 90º-Position gebracht. Entstehen wieder Wölbungen, markieren wir das Zentrum dieser und führen die Plikatur wieder durch, bis die Muskelwand bei einer 90º-Position vollkommen flach bleibt.

Für die Vorbereitung des Eingriffes, wird eine anatomische Beurteilung aller Strukturen auf 4 Ebenen erstellt:

  • An erster Stelle wird der Zustand der Haut beurteilt: gibt es überschüssige oder gedehnte Haut; Narben, können sie entfernt werden oder nicht; gefährden sie die Vaskularisation der Abdominoplastik?
  • An zweiter Stelle wird der Zustand des Fettes bewertet: gibt es Fettüberschuss; ist das Fett  asymmetrisch verteilt oder hat es sich unter dem Magen angesammelt, an den Flanken, an der Taille, am Rücken usw.
  • An dritter Stelle wird der Zustand der Muskelwand bewertet: liegen die Muskeln aneinander, besteht ein guter Muskeltonus, hat das Abdomen eine Sanduhrform, sind die Muskeln gedehnt oder klaffen sie auseinander, besteht eine Rektusdiastase?
  • Liegt eine Nabelhernie, eine Hernie anderer Strukturen oder eine Narbenhernie vor?

Für die Planung des Eingriffes müssen wir zwei weitere Punkte berücksichtigen. Zum Einen müssen wir einen Schnitt setzen, der es uns erlaubt, die ganze Bauchschürze oder Hautfalte zu entfernen. Zum Anderen sollte die dadurch entstehende Narbe unter der Unterwäsche und Badebekleidung verborgen bleiben. Dafür muss der Schnitt in U-Form gesetzt werden, damit die Narbe nicht an den Seiten der Leiste zu sehen ist.

Bei älteren Frauen müssen wir beurteilen, ob der Venushügel sehr horizontalisiert ist, sodass sich dieser, wenn bei dem Eingriff der Bereich gestrafft wird, vertikalisiert und verjüngt. Steht der Venushügel sehr hervor, kann auch eine Liposuktion durchgeführt werden.

Bei der Operation führen wir eine Rekonstruktion der drei Ebenen durch: Chirurgie der Haut,  Fettumbau mit Liposuktion, und als Drittes, die Plikatur des musculus rectus abdominis und die Muskelrekonstruktion.

Für den Wundverschluss wird eine Intrakutannaht durchgeführt, um Reißverschlussnarben zu verhindern.  Damit die Muskelwand gut geformt bleibt, wird dem Patienten eine zweiwöchige relative Ruhe verordnet, bevor dieser wieder energischere Tätigkeiten aufnimmt.

All diese Maßnahmen führen zu einem ästhetisch sehr zufriedenstellenden Ergebnis.